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Geschichte
Sainte Maxime, ein Paradies am Mittelmeer
Der Landstrich von Saint-Maxime ist ein historischer Ort. Hier trafen die ersten erwähnten Menschen der Provence, die Liguren in der Eisenzeit auf die ersten Schiffshandelsleute. Das waren Ertrusker, Phönizier und andere Griechenstämme, die auch die Erbauer Marseilles sind. 385 vor Christus kam Marseille inklusive der gesamten Provence unter römische Herrschaft, bis dann die Gallier diesen Landstrich eroberten. Um Saint-Maxime gab es weder durch die Gallier noch die Römer größere Ansiedlungen. Die Bevölkerung in diesem Landstrich war weit verstreut.
Die Stadt erhielt den Namen ihres Schutzpatrons, des Heiligen Sainte Maxime, der ein Lerins-Mönch war. Urkundlich erstmals genannt zwischen 1046 und 1066. Die Geschichte erwähnt die erste Kirche der Stadt, die auf dem "Place Colbert"Zufluchtsort geworden war. Aus dieser Zeit ist nichts mehr übrig geblieben. Im 11. Jahrhundert kam Sainte Maxime ebenso wie der Nachbarort "Sainte-Pierre de Miramas" unter die Herrschaft der Lerins-Mönche, ehe diese beiden Orte 1233 unter die Herrschaft des Abtes von Thoronet fielen.
Durch das gute Miteinander von Zisterziensern und Einwohnern von Saint-Maxime wurde im Jahre 1520 damit begonnen, das Erdgeschoss des "Tour Carree" zu errichten. 1560 wurde mit dem Bau des 1.Stockes begonnen. Damals diente der Turm zur Verteidigung gegenüber Seeräubern. Der Dachboden wurde als Heuschopf und die Räume als Rathaus und zu Vernehmungen der Justiz benutzt. Die Kanonen an den Eingangstoren verdeutlichen aber nochmals die Erstnutzung des Turmes zur Verteidigung.
1566 beschloss der Prior das Land in 100 Grundstücke aufzuteilen und es den Menschen zur Bearbeitung zur Verfügung zu stellen. Das war die Geburt unserer Stadt die einen landwirtschaftlichen, kirchlichen- und forstwirtschaftlichen Ursprung hat. In diese Zeit fällt auch die Entstehung des kleinen Hafens, der gegenüber dem Turm gebaut wurde. 1706 wurde das erste Haus unserer heutigen Altstadt errichtet, 1753 waren es ca. 30 und 1815 ca. 130 Häuser.
Im Jahre 1762 wurde dann eine Gemeindekirche erbaut, welche dann 1851 das erste Mal vergrößert und 1869 das zweite Mal vergrößert wurde. 1938 wurde sie dann das erste Mal renoviert.
Unterhalb des Vorhallendaches befindet sich eine Keramikfigur aus dem Jahre 1973, die aus dem Atelier des Künstlers Beaume stammt. Im Innern der Kirche sind 10 Chorstühle aus dem 15. Jahrhundert, ein bemerkenswert geschwungener Altar aus dem 17. Jahrhundert der aus dem Karthäuserkloster von La Verne stammt, sowie eine provenzalische Krippe. Das Glockentürmchen ist ebenfalls in der lokalen Tradition gehalten und hat eine an einem Schmiedeeisen hängende Glocke.
Die Revolution 1789 hatte die Lehensherrschaft abgeschafft und es entstanden die ersten Gemeinden. Die Gemeinde Sainte Maxime entstand durch die Zusammenlegung mit der Nachbargemeinde Revest am 14. August 1791. Das Land musste nach einem im Turm verfassten Plan wieder abgetreten werden.
1862 wurde die Eisenbahnlinie von Paris nach Frejus eröffnet. 1890 entstand die Kleinbahnlinie von Toulon nach Frejus. Mit diesen Bahnen kamen Touristen, aber auch landwirtschaftliche Produkte die mit den einheimischen Produkten konkurrierten. Dazu kam dann auch noch das Auto. Heute hat der Tourismus die Landwirtschaft verdrängt. Diese feiert jedoch durch die Olivenhainplantagen auf den Höhenzügen eine Wiedergeburt.
Sainte Maxime, das um 1800 = 964 Einwohner
1901 = 1.122 Einwohner und
1946 = 2.653 Einwohner hatte,
zählt heute etwas mehr als 12.000 Bewohner.
Durch die vielen Urlauber in den Hochsommermonaten schwillt diese Zahl bis auf 60.000 Personen an.
Trotz dieses Schwindelerregenden Anstieges sind wir noch sehr weit von der Dichte einer Großstadt entfernt. St. Maxime, mit seiner Fläche von 8032 Hektar, davon 5500 Hektar Pinien-und Eichenwald, Mimosen und anderem typischen Planzenwuchs des Mittelmeerraumes wird noch sehr lange die Ruhe und Geborgenheit bieten, die die Qualität und den Charme dieser Gegend ausmacht.
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Wolfgang Schneider
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